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Die optischen Eigenschaften von Schiefer

Die optischen Eigenschaften von Gesteinen umfassen die Farbe, Helligkeit, Reflektion und Transparenz. Gesteinsfarben stammen von den gesteinsbildenen Mineralen und, im Falle von Schiefer, von organischen Substanzen (Corg.).

Man kann allgemein unterscheiden zwischen echten Farben und oberflächlichen Farben. Die meisten Schiefer sind schwarz bis grau, schwarz-blau, und untergeordnet rot und grün. Oberflächlichen Farben entstehen bei Schiefern als Ergebnis von eisenhaltigen Wässern, die sich entlang von Schicht- bzw. Schieferungsflächen bewegen und das Eisen abgesetzt wird. Die Ablagerung von Eisenhydroxid/Limonit führt zu facettenreichen bräunlich-rötlichen Verfärbungen an der Oberfläche und können einer Fassade oder einem Dach ein sehr lebhaftes Aussehen verleihen.

Manchmal zeigen rote Schiefer grünliche Punkte oder Bereiche die Ergebnisse von Reduktionsprozessen sind.

Andere optische Eigenschaften eines Schiefers umfassen die Glätte der Spaltfläche und der Kanten sowie die Spaltstärke. Diese Eigenschaften sind abhängig von der der Morphologie der Glimmerlagen (Schieferung), dem Sedimentationsmuster und dem Gehalt an organischen Substanzen (Corg.). Aber es ist nicht möglich, den exakten Einfluss der einzelnen Komponenten zu bestimmen.

 

Bilder

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  • Abb. 1: Schwarze und weiße Schiefer an Fassade in Wilschdorf in Sachsen. Die Herkunft der Schiefer ist unbekannt.

  • Abb. 2: Rote Schiefer an einer Fassade in Saupsdorf in Sachsen. Es handelt sich um Penrhyn aus Wales

  • Abb. 3: Grün-graue Schiefer mit bräunlich-roten oberflächlichen Verfärbungen (Herkunft: Südafrika).

  • Abb. 4: Die originär dunklen Schiefer verleihen der Fassade durch die bräunlich-roten oberflächlichen Verfärbungen ein lebhaftes Erscheinungsbild (Röttersdorfer Schiefer, Thüringen)

  • Abb. 5: Hier handelt es sich um Verfärbungen durch Eisensulfide. Solange es nicht die technische Funktionalität eines Daches beeinträchtigt, handelt es sich um ästhetische Fragen. Der Schiefer stammt aus dem Schieferdistrikt El Courel in Galizien (Spanien)

  • Abb. 6: Matte braune Schiefer. Die Braunfärbung ist eventuell auch durch Eisenkarbonat verursacht. Diese Veränderungen sind typische für die Schiefer von Goslar.

  • Abb. 7: Eine gleichmäßig ausgebildete Schieferung führt zu einem glatten Spaltbild mit "sauberen" Kanten. Wichtig ist natürlich auch die Art des Zurichtens.

  • Abb. 8: Eine ungleichmäßig ausgebildete Schieferung führt zu einem rustikalen Spaltbild. Wichtig ist natürlich auch die Art des Zurichtens.

  • Abb. 9: Rustikales Spaltbild mit stark "ausgefransten" Kanten. Grund kann eine sehr inhomogene Schieferung sein. Wichtig ist natürlich auch die Art des Zurichtens (Schiefer von Kaub).

  • Abb. 10: Teilweise verfärbte Schiefer mit rustikalem Spaltbild. Diese Schiefer kann man sehr oft im Hunsrück sehen.

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