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Biegefestigkeit

Dieser Wert besagt, welchen Belastungen eine Schieferplatte widerstehen kann. Die Biegefestigkeit ist vor allem abhängig von der Ausbildung der Schieferung. Je glatter und dichter die Glimmerlagen ausgebildet sind, desto höher ist die Biegefestigkeit. Andererseits müssen ausreichend starre (= harte) Minerale vorhanden sein, um Belastungen widerstehen zu können. Eine niedrige Glimmerlagendichte sowie erhöhte Karbonatgehalte können eine geringe Biegefestigkeit verursachen und so zum Bruch von Schieferplatten führen.

Nach Erfahrungen beträgt die mittlere Biegefestigkeit für gute Dachschiefer zwischen 50-80 N/mm2.

In der Norm wird festgelegt, wie die Vorbereitung des Probekörpers und die Messung seiner Stärke zu erfolgen hat. Weiterhin ist die Durchführung des Tests, die Angaben der Ergebnisse sowie der Inhalt des Prüfberichts vorgegeben. In Bezug auf die Maße der Prüfkörper schreibt die Norm folgendes vor:

Mit einer wassergekühlten Diamantsäge ist aus jeder Schieferplatte ein Prüfkörper parallel zur Längskante (Längsrichtung) mit einer Länge von (125 ± 1) mm bei einer Mindestlänge der Schieferplatte von 190 mm, und einem Prüfkörper senkrecht zur Längskante (Querrichtung) mit einer Länge von (125 ± 1) mm bei einer Mindestbreite der Schieferplatte von 190 mm herauszuschneiden.

Die Prüfkörper müssen in einer Wärmekammer ca. (17 ± 2) h bei (110 ± 5) °C getrocknet und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt werden. Die Dicke jedes Prüfkörpers muss mit einer geeigneten Messeinrichtung an drei in gleichen Abständen über die Breite verteilten Messpunkten gemessen werden. Aus diesen drei Messungen wird anschließend der Mittelwert (em) berechnet. Die Bestimmung der Biegefestigkeit wird mittels einer Drei-Punkt-Biegefestigkeitsprüfmaschine vorgenommen, wobei die Kraft der berechneten Rate der Lastzunahme aufzubringen ist.

Bei den Tests ist für jeden Prüfkörper die Lastzunahme und Biegefestigkeit zu berechnen. Für jede Testreihe wird aus den einzelnen Biegefestigkeiten die mittlere Biegefestigkeit R ermittelt. Dem schließt sich die Berechnung der charakteristischen Biegefestigkeit Rc an. Der Mittelwert und die Standardabweichung der Testergebnisse sind mit Hilfe der zweiseitigen Student-t-Methode bei einem Vertrauensniveaus von 95 % zu vergleichen.

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