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Die Schiefervorkommen von Nova Scotia

(Geol. Karte als PDF)

Der südliche Hauptteil von Nova Scotia befindet sich in der ,Meguma Zone`, die nördlich vom ,Cobequid-Chedabucto Fault System` begrenzt wird. Dieser Inselteil besteht aus kambrischen bis jurassischen Gesteinseinheiten, deren altpaläozoischer Teil während der Acadischen Phase deformiert wurde. Hierzu gehören auch die Schiefer von Nova Scotia, die in die ordovizischen "Halifax Formation" innerhalb der kambro-ordovizischen Meguma Group" gestellt werden.

 

 

Die ungefähre Mächtigkeit der "Halifax Formation" beträgt 3.650 m und besteht in ihren oberen Teilen, in der ,Bear River`-Einheit, aus feinschichtigen grünlich bis grauen, seltener blau-schwarzen Schiefern, die sich häufig aufgrund von Pyrit rostig färben können (Roland, 1982). Die schwarzen Schiefer der ,Meguma Soupergroup` zeigen eine Veränderung der Ablagerungsbedingungen vom Fuß des Kontinentalabhanges hin zum äußeren Schelfbereich.

Die Acadische Phase führte zu einem NE-SW streichenden Faltenbau mit moderat einfallenden Faltenachsen, die mit der Entstehung einer regional unterschiedlich gut entwickelten Schieferung verbunden war.

Nachfolgende Deformationen im Mittel Karbon waren gekennzeichnet durch nach Süden einfallende Scherzonen und NW-vergente Falten, welche die Acadischen Falten zum Teil überprägten (White, 2002).

 

Querprofil durch das Gebiet um West Gore (zum Vergrößern anklicken)

 

Unmittelbar südlich von East Gore, südlich des Kennetcook River, befindet sich eine verlassene Schiefergrube in der früher graue bis schwarze Dachschiefer abgebaut wurden. Derzeit wird eine Schiefergrube ca. 2 km östlich von East Gore betrieben, in der Schiefer für den Bodenbereich und Landschaftsbau i.w.S. abgebaut werden.

Das Areal befindet sich in den Rawdon Hills, deren strukturelle Rahmen entsprechend der Geologischen Karte durch NW-SO streichende Antiklinalen und Synklinalen gebildet wird. Die Schiefer selbst befinden sich innerhalb einer Antinklinale (Siehe Abb.), in der die Schichtung zwischen 80 - 85° nach Südost und die Schieferung saiger einfällt. Es ist daher anzunehmen, daß die Schiefer mehr oder weniger eine Parallelschieferung besitzen und nur im Bereich der Faltenumbiegung eine Transversalschieferung ausgebildet ist.

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