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Schiefer - Dünnbettverlegung

Die Dünnbettverlegung stellt ein Klebebettverfahren dar, welches für Natursteinfliesen mit einer Stärke von 7-10 mm bei kleinen bis mittleren Formaten eingesetzt wird. Da die Dicke des Klebebetts bei Dünnbettmörtel nur zwischen 3-5 mm beträgt, dürfen die Abweichungen der Fliesenstärke nur sehr gering sein. Die Dünnbettverlegung kann unter folgenden Bedingungen eingesetzt werden:

  • kalibrierte Natursteinplatten

  • Estrich vorhanden

  • größere Festigkeit der Lastverteilungsschicht

  • geringe Schwindspannung

  • hohlraumfreie Belagskonstruktion

 

Auf Zementestrich

Der Untergrund muß eben, staub- ,öl- und fettfrei sein. Unebenheiten sind mit einem Fließmörtel auszugleichen.
Damit Farbveränderungen oder Risse vermieden werden, muß der Estrich den Trockenzustand erreicht haben, so daß die Setz- und Schwindspannungen abgeklungen sind.
Bei der Verwendung spezieller Estriche sollte man unbedingt die Hinweise des Herstellers beachten. In vielen Fällen werden Zusatzstoffe verwendet, die eventuell Verfärbungen verursachen und bei entsprechender Vorabinformation vermieden werden können.
Die Aushärtezeit für den Zementestrich sollte mindestens 30 Tage betragen.

 

Auf Anhydritestrich

Kurze Einbauzeiten, günstiges Preisniveau sowie die wirtschaftliche Verlegung führen zu einer immer häufigeren Verwendung von Anhydritestrich. Als weitere Vorteile sind das günstige Schwind- und Quellverhalten, die hohe Biegezugfestigkeit wie auch eine frühe Begehbarkeit zu nennen.
Die Empfindlichkeit von Anhydritestrich gegenüber Feuchtigkeit ist dagegen eine negative Eigenschaft. Daher ist der Anhydritestrich nach dem Abschleifen gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen (z. B. Reaktionsharzversiegelung).
Der Untergrund muß eben, staub- ,öl- und fettfrei sein. Vor der Verlegung von Schieferplatten ist darauf zu achten, daß die Restfeuchte <1% ist. Sicherheitshalber sollte die deswegen mit einem Feuchtigkeitsmesser geprüft werden.
Zu beachten ist auch, daß sowohl im Estrich als auch beim Natursteinbelag Dehnungsfugen angelegt werden müssen.

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