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Ergebnisse: Korrelation Biegefestigkeit - Mineralogie/Gefüge

Aufgrund der hohen Streuung der Werte für die Biegefestigkeit konnte keine klare Korrelation mit der Glimmerlagendichte festgestellt werden. Im Gegensatz dazu ist die Beziehung zwischen Glimmerlagendichte und dem Quotienten elastische/rigide Minerale eindeutiger: mit höherem Gehalt an Glimmermineralen steigt auch die Glimmerlagendichte bei Annahme gleiche Dicken der einzelnen Glimmerlagen (Abb. 1). Mit dieser Tendenz kann man die Glimmerlagendichte anhand des Quotienten elastische/rigide Minerale abschätzen.

 

Abb.1: Biegefestigkeit vs. Hauptphasen (Bildanalyse)

Abb.2: Biegefestigkeit vs. Hauptphasen (Röntgenphasenanalyse)

 

Abb. 2 und vor allem Abb. 3 zeigen die Beziehung zwischen der Biegefestigkeit und dem Quotienten elastische/rigide Minerale. Die Bestimmung des Anteils an Glimmermineralen mittels Bildanalyse und anschließende Korrelation mit der Biegefestigkeit scheint daher effizienter als der Einsatz der Röntgenphasenanalyse zu sein. Wobei man naturlich keine Aussagen zu der Art der Glimmer treffen kann.

 

Abb.3: Biegefestigkeit vs. Glimmerlagendichte (Bildanalyse)

Abgesehen von zwei Probekörpern entsprachen die Biegefestigkeiten alle untersuchten Schiefer der EN 12326. Aufgrund der schon erwähnten hohen Streuung der Werte für die Biegefestigkeit kann man höchsten einen Bereich für die zu erwartenden Biegefestigkeiten abschätzen, was wiederum den Einsatz der Bildanalyse schmälert. Andererseits kann man bei Vorhandensein von z.B. nur Dünnschliffen erste Aussagen treffen. Auch muss erwähnt werden, dass für eine umfassende Beurteilung der Beziehungen mehr Schiefer aus unterschiedlichen Vorkommen gestestet werden müssen. Daher sind die hier vorgestellten Untersuchungen nur ein Anfang, die es zu erweitern gilt.

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